Software

Vom Produkt zur Lizenz – Software as a service als neuer Standard

Früher war es ganz einfach: Wenn man das neue Office-Paket benötigte, dann ging man in ein Geschäft und kaufte es dort. Man erwarb damit die Rechte an dem Paket und konnte es fortan nutzen. Kamen neue Versionen heraus, dann konnte man sich entweder für ein Upgrade entscheiden oder bei der alten Lösung bleiben. Doch wo früher noch Installations-CDs gang und gäbe waren, geben heute Cloud-Technologie und digitale Lizenzmodelle den Ton an. Das gilt sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen.

Digitale Lizenzmodelle lösen analoge Pakete ab

So wie man heute nahezu alles über das Internet erledigen kann, ist auch unsere Software immer digitaler geworden. Diese ist heute vielfach nicht mehr einfach nur ein Produkt, das man im Laden erwirbt, sondern eine Dienstleistung, die digital angeboten und vielfach auch abgerufen wird. 

Große Unternehmen wie Microsoft (Office), Adobe (Photoshop über die „Creative Cloud“) und viele weitere vergeben ihre Lizenzen online. Das ist sowohl mit Vorteilen als auch mit Nachteilen verbunden.

Vorteile digitaler Lizenzmodelle

  • Einfache Vernetzung
    Leichter als früher kann eine einzelne Lizenz für eine Vielzahl an Geräten verwendet werden. So bietet etwa Microsoft für seine Office-Pakete passende Lizenzmodelle für Familien, die für fünf Familienmitglieder auf jeweils 5 Endgeräten installiert werden können.
  • Steuerung von Funktionen
    Digitale Lizenzmodelle machen es auch möglich, spezifische Funktionen oder Leistungen an- oder abzuwählen. So sind Anwender heute nicht mehr auf teurere Komplettpakete angewiesen, wenn Sie nur einen Bruchteil des Leistungsangebotes wirklich nutzen möchten. Dadurch sparen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen eine Menge Geld.

Nachteile digitaler Lizenzmodelle 

  • Abonnement auf Zeit
    Im Gegensatz zu vielen früheren Programmen, die man quasi endlos nutzen konnte, ist heute die Software mehr ein Abonnement. Sobald dieses ausläuft, kann die Software auch nicht weiter genutzt werden – oder nur sehr eingeschränkt. Dieser Punkt hängt immer auch von der Ausgestaltung der Lizenzen ab.
  • Kosten
    Steigt ein Unternehmen erstmalig auf SaaS um, dann sind die Anschaffungskosten für die Software je nach Branche nicht unerheblich. Hier kann es sich allerdings lohnen, sich nach gebrauchten Lizenzen anderer Unternehmen umzusehen und diese zu nutzen, um Kosten zu sparen.

Software as a service – (K)ein Trend auf Zeit

Fakt ist unterm Strich, dass digitale Lizenzmodelle und die Bereitstellung von Software as a service nicht nur für Kunden Vorzüge hat, sondern gerade auch für die Anbieter äußerst bequem ist. Von regelmäßigen Updates der Software bis hin zum Management der Lizenzen lässt sich alles deutlich einfacher koordinieren und auch kontrollieren. 

So ist die Entscheidung, ob Software as a service oder die alte CD-Rom sich durchsetzen, bereits kampflos gefallen – und auch hartgesottene Nostalgiker sollten sich über die zusätzlichen Möglichkeiten freuen.

1 Kommentar über “Vom Produkt zur Lizenz – Software as a service als neuer Standard

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.